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Betriebszeitung der DKP für VW Braunschweig und Wolfsburg

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Arbeit zu den Menschen, nicht umgekehrt!

Sieht man von den erweiterten Ermittlungen im Abgasskandal gegen Audi und weitere Vorstandsmitglieder ab, laufen die Geschäfte für das Unternehmen VW nicht schlecht. Der Zukunftspakt greift, die Rendite steigt. Aber wie sieht es für die Beschäftigten aus?

Das verlorene Vertrauen schlägt sich in Umsatzverlusten gerade in Deutschland nieder. Der einzige „Renner„ ist weiter der Tiguan. In den fahrzeugbauenden Werken, vor allem in Wolfsburg, macht sich die Schwäche des Golf immer deutlicher bemerkbar. Hier muss dringend mehr Fahrzeugvolumen her, damit nicht durch den Wegfall von Schichten Personalüberhänge entstehen. Im übrigen sind bereits jetzt viele Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern rund um Wolfsburg vernichtet. In Braunschweig ist es schon jetzt problematisch. Auslaufende Achsen für Audi, keine Investitionen mehr in die Kunststoffteilefertigung, der Werkzeugbau (auch im Konzern) weiter unter Druck. Die Batteriefertigung kann das nicht auffangen. Die Leiharbeitsbeschäftigten, auch die befristeten Übernahmen mussten und müssen bereits gehen. Personalverwirbelungen allerorten und jetzt auch noch die Abordnung von Ausgebildeten nach Kassel.

Alles nicht so schlimm — es wird ja von der Stammbelegschaft niemand entlassen?

Falsch. Leiharbeits- und Werkvertragsbeschäftigte sind auch unsere Kolleg*innen! In der Belegschaft herrscht Unruhe und Unzufriedenheit. Wo ist die vielbeschworene neue Kultur? Alte Schwächen sind nach wie vor da, und die von den Beschäftigten geforderte Flexibilität scheint bei den Verantwortlichen im Unternehmen nicht da zu sein!In der einen Abteilung treten sich die Kolleg*innen auf die Füße, in anderen herrscht Personalmangel, Absage von Schichten, Infragestellung von Urlaub und jetzt auch noch Arbeit an anderen Standorten. Abends nicht zu wissen wo man morgens arbeitet oder plötzlich ein Leben an einem anderen Standort organisieren zu müssen, ist für die Betroffenen nicht einfach!

Aber das alles ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Was, wenn nicht alle neuen Produkte für die einzelnen Werke gewonnen werden? Was, wenn die E-Mobilität sich nicht entwickelt wie geplant? Was, wenn die Digitalisierung und Ratinalisierung mehr Arbeitsplätze verschwinden lässt? Was, wenn sich eine andere umweltverträgliche Mobilität durchsetzt?

Jetzt kommen die wieder mit ihrer Arbeitszeitverkürzung!

Ja, kommen wir. Auch wenn die 35 Stundenwoche erstmal bundesweit durchgesetzt werden muss, auch wenn es um den Abbau von Überstunden und flexible Arbeitszeitverkürzung nach Beschäftigtengruppen oder Lebenslagen geht, das alles reicht aber zur Bewältigung der zukünftigen Probleme nicht aus. Wir brauchen die 30 Stundenwoche — mindestens branchen und europaweit. Das ist nicht von heute auf morgen zu machen, aber wir müssen die Diskussion endlich beginnen!

Wir brauchen kurzfristig mehr Arbeit!

Was ist mit den Innovationstöpfen, die zur Beschäftigungssicherung im Tarifvertrag verankert sind? Da liegen einige Projekte auf Eis. Das kann nicht sein! Für uns gilt der Grundsatz: Arbeit muss zu den Menschen kommen - nicht umgekehrt!

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